Viele Modellbahnen, vielleicht sogar die meisten, sehen selten bis nie das Tageslicht.
Schade eigentlich, .. erst die Sonne rückt die kleinen und großen Meisterwerk so richtig ins rechte Licht.

An einem schönen Sonntagnachmittag im August habe ich ein Diorama aus dem Keller geholt, auf Metallböckchen gestellt und die Familienkamera gezückt. Die Kamera, eine Digitalkamera 10x optisch Zoom mit 5 MegaPixel, sollte in dieser Qualität in den meisten Familien zu finden sein.

Das Diorama war als Studie „wie gestalte ich einen Bahndamm“ gedacht.
Das Abfallholzbrett mit den gigantischen Abmessungen von 45 x 14 cm wirkt auf dem Foto links wie ein Ausschnitt aus der Wirklichkeit.
Zoomt ruhig mal rein, es lohnt sich!

Echt ist dabei nur der Hintergrund. Der Rest ist Modell und Sonnenlicht.
Im Zeitalter der Digitalfotografie können fast beliebig viele Fotos geschossen werden. Erlaubt ist, was gefällt - und was nicht gefällt, wandert auf dem PC in den Papierkorb. Ich hatte ca. 20 – 30 Fotos gemacht, von denen hier eine kleine Auswahl vorgestellt wird.

Sollten im Hintergrund noch irgendwelche „unmaßstäblichen“ Gegenstände wie Wohnhäuser oder Gartenhütten versteckt sein, beschränkt man sich auf das Wesentliche - das Modell-  und schneidet dieses mit einem Bildbearbeitungsprogramm aus. 2 Beispeile dazu, vorher – nachher hier links und rechts.

 

Nach dem Ausblenden der Störfaktoren zieht eine führungslose KöfII einen leeren Wagen durch eine grüne Kulisse.

 


Wie die gleiche Köf mit Führer wirkt ist hier zu sehen. Mittlerweile ist die führungslose KöfII bemannt und hat damit deutlich gewonnen. Die Investition eines Preiserlein (ca. 1 Euro) wertet die schöne Brawa Lok noch weiter auf.
Zoomt man in eines der oberen Bilder, kommen maßstäblicher Schotter, rostbraune Gleise, brünierte Räder und authentische Federpakete erst richtig zur Geltung. Ordentlicher Schotter ist aktuell zu guten Preisen erhältlich. Hier habe ich Schotter von ASOA in kleinen Mengen verwendet und die Wirkung ist zusammen mit dem Schotterkleber vom gleichen Hersteller überzeugend.

Ein Metergleis mit 2,1mm Profilhöhe von Tillig für den „alten“ Pikowagen mit ordentlichen Spurkränzen ist ebenfalls Qualität zu gutem Preis. Die Lokomotive ist original aus der Packung.

Beim Wagen habe ich das Fahrwerk mit Federpaketen behandelt und das Dach gealtert.


Der VT95 von Fleischmann, links im Bild, ist original aus der Packung. Die „Fleischmänner“ haben hier ganze Arbeit geleistet. Die brünierten Radsätze tragen ungemein zur Illusion bei. Bei dieser Vergrößerung kann man die Details der Modelle erst so richtig bewundern. Ich mache gerne Makrofotos von meinen Modellen, weil ich selbst mit einer Lupe die Details nicht so gut bewundern kann.

Ich hatte ca. 2 Stunden Spaß im Garten, meine Modelle gegen verschiedene Hintergründe zu fotografieren. Heute freue ich mich jedes Mal beim Betrachten der Bilder über die tollen Aufnahmen mit wenig Aufwand.


Zum Abschluss noch ein Foto auf dem Rasen. Der Rasen im Hintergrund sieht einem etwas verwilderten Maisfeld nicht unähnlich. Das dürre Gras  auf dem Bahndamm ist etwas „verstrubbelt“, weil mein Elektrostat die Fasern exakt im 90° zum Bahndamm ausrichtete. Ich habe die lustigen Stoppeln anschließend versucht, in die Horizontale zu bringen.

Ein Diorama ist ein ideales Übungsfeld für die Gestaltung. Ich kann das Üben an kleinen Objekten nur empfehlen.

Wie der „Catwalk“ für meine Modelle entstanden ist, erzähle ich einem späteren Beitrag.