Anforderungen:
Auf unserer Kahlgrundbahn-Modulanlage soll wahlweise analog oder digital gefahren werden, wobei ein vorbildmäßiger Betrieb (ähnlich wie beim FREMO) stattfinden soll.

Problematik:
Vorhandene Lösungen können entweder nicht analog fahren und/oder man muß seinen Handregler von Modul zu Modul umstecken.

Lösung:
Die zentrale Verwaltung der Fahrzeuginformationen und die Ansteuerung der Fahrgeräte erfolgt ähnlich wie beim Projekt "Bahnhof Schöllkrippen" (s. "Anlagen - Kahlgrundbahn") durch den Einplatinencomputer Raspberry Pi. Dieser kommuniziert über USB mit dem angeschlossenen Fahrgerät.
Dort generiert ein Microcontroller wahlweise ein DCC-Signal für den Digitalbetrieb oder ein PWM-Signal für den Analogbertrieb, welches über eine Leistungselektronik dann die Fahrspannung erzeugt.

Eigenschaften:

Sollte ein Smartphone ohne NFC-Funktionalität zum Einsatz kommen, kann das Triebfahrzeug immer noch aus einer Liste ausgewählt werden. Sollte es zu einem Konflikt zwischen per Liste ausgewähltem und per Karte ausgewähltem Fahrzeug kommen, erhält der Benutzer mit der Karte sofort die volle Kontrolle über das Fahrzeug, das dem anderen Benutzer entzogen wird.
Alternativ ist auch ein Betrieb möglich, bei dem nur die Bahnhöfe besetzt sind. Dabei ist es möglich Triebfahrzeuge weiterzureichen. Wenn eine fahrende Lok freigegeben wird, wird sie den anderen Teilnehmern mittels Benachrichtigung und Signalton als "zur Übernahme freigegeben" gekennzeichnet. Das Fahrzeug kann dann innerhalb einer geschwindigkeitsabhängigen Frist von einem anderen Benutzer übernommen werden, während der sie mit der zuletzt eingestellten Geschwindigkeit weiterfährt. Läuft die Frist ohne Übernahme ab, wird das Fahrzeug von der Steuerung zur Sicherheit angehalten.
Diese beiden Eigenschaften sind zwar in der App enthalten, werden aber derzeit nicht benutzt. Mittelfristig wird bei Smartphones ohne
NFC-Funktionalität ein Fahrzeug durch den Fahrdienstleiter über das Fahrdienstleiter-Tablet zugewiesen.

Die Bedienung im Analogbetrieb unterscheidet sich fundamental vom Digitalbetrieb. Es werden keine einzelnen Triebfahrzeuge verwaltet, sondern es gibt nur zwei Smartphones als Regler, von denen einer den Bahnhof Schöllkrippen und der andere den Rest der gesamten Kahlgundbahn bedient.
Allerdings können im Bahnhof Schöllkrippen die Gleise 1 und 2 auf den Streckenregler geschaltet werden, sodaß das Einfahren mit einem Zug auf dem Streckenregler in den Bahnhof und das Umsetzen (wenn erforderlich) ohne Reglerumschaltung emöglicht ist.

Insgesamt werden, egal ob Analog- oder Digitalbetrieb, immer die Informationen zu digitalen Lokomotiven bzw. analogen Spannungsquellen für alle Benutzer aktuell gehalten. Jedes Mal, wenn ein Triebfahrzeug oder Spannungsquelle übernommen wird, sieht sie der Benutzer in dem Zustand, in dem sie der vorherige Nutzer abgegeben hat.

Zwischenlösung:

Das Problem "Alzenau" steht immer noch an und vmtl. auch noch länger. Weiterhín werden alle Weichen der Anlage außer Schöllkrippen über die Fahrspannung angesteuert.

Zukunftspläne:

Die APP hat bereits Gleisbildstellwerksfunktion für alle Bahnhöfe außer Schöllkrippen. Diese steckt im Fahrdienstleister-Tablet unter Menüpunkt "FDL" und im Rangier-Modus der Smartphones CAN-Bus-Lösungen wollen wir nur als letzte Möglichkeit nutzen, da zusätzliche Verdrahtung nötig.

Wir experimentieren z.Zt. mit WLAN als Rückmeldemedium. Sobald dies zur Zufriedenheit funktioniert, werden wir auch alles andere darüber steuern, nicht nur die Weichen.

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