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Fahrzeuge der Hafenbahn

1921 - 1963

Bis 1925 lag die Betriebsführung des Hafens bei der Deutschen Reichsbahn, demnach dürften folgende im BW Aschaffenburg beheimatete Lokomotiven den Rangier- und Verschiebedienst im Hafenbahnhof und auf den Hafengleisen versehen haben: zunächst die bayerischen Baureihen D II und R 3/3 (BR 89.6,7), sowie immer mehr die ab 1921 zugewiesenen BR 91.3-18 (pr. T 9.3) und BR 94.5-17 (pr. T 16.1).
Ab 1926 fehlen noch jegliche Informationen, wer kann helfen ????


1963 bis heute

L1 Krauss-Maffei ME 05, Bj. 1981
Als neue Rangierloktype bei der DB (259 001) getestet, kam sie 1983 zur Hafenverwaltung Aschaffenburg

L2 Deutz KG 230 B, F.-Nr. 57501, Bj. 1963
Am 30.01.1963 geliefert an Hafenverwaltung Aschaffenburg, im Einsatz

L3 Deutz KG 230 B, F.-Nr. 57500, Bj. 1963
Am 30.01.1963 geliefert an Hafenverwaltung Aschaffenburg,
am 29.07.2003 abgegeben an Hafenverwaltung Regensburg

SKL 4 FKF-Werke Frankfurt/M, Typ KLV 51, F.-Nr. 12597/1960, im Einsatz

Vom und zum Hafenbahnhof

Für die zwischen Aschaffenburg Rangierbahnhof und dem Hafenbahnhof verkehrenden Übergaben kamen in erster Linie die im BW Aschaffenburg stationierten Rangierloks zum Einsatz. Vor allem für die schweren Kohlezüge dürften auch die Güterzugloks des BW benötigt worden sein.
Ab 1922 erhielt das BW eine große Anzahl von Maschinen der BR 57 (pr. G 10), zeitweise bis zu 34. Diese lösten vor allem auf der Spessartrampe die bayerischen E 1 und G 3/4 H ab, die E 1 wurden bis zur Ausmusterung 1925 noch zu Leistungen in Richtung Miltenberg eingesetzt.
Schon ab 1921 kamen die Rangierloks der BR 91 (pr. T 9.3) und BR 94 (pr. T 16.1) nach Aschaffenburg.
Bis zum Ende des Krieges waren alle Loks der BR 57 abgezogen und ab 1946 durch die BR 50 ersetzt worden.
Zwar nicht im Einsatz aber im Hafenbereich abgestellt waren zahlreiche z-gestellte Kriegsloks der BR 42 bis zur Ausmusterungsverfügung vom 18.10.1954.
Mit der Ankunft der ersten V 60 begann im Jahr 1960 langsam die Ablösung der BR 94, die zeitweise mit bis zu 20 Exemplaren in Aschaffenburg vertreten war. Zunächst jedoch lösten die V 60 die im leichten Verschub- und Übergabedienst eingesetzten GtL 4/4 ab. Am 22.02.1970 verabschiedete sich das letzte Exemplar der BR 94 aus Aschaffenburg. Die Zuweisung der BR 211 / 212, 215 und 290 führte am 02.06.1973 schließlich zur Aufgabe der Dampflokunterhaltung. Noch bis Ende 1974 wurden Schweinfurter 50er vom BW Aschaffenburg aus eingesetzt, auch auf der Hafenbahn. Die letzte Planleistung einer Dampflok in Aschaffenburg erfolgte mit dem Ende des Sommerfahrplans 1974, die mit einer 50er bespannte Übergabe 69007/006 vom Aschaffenburger Rangierbahnhof zum Hafen zwischen 17 und 19 Uhr.
Die schwersten Züge auf der Hafenbahn waren bis zur Stillegung des Bayernwerkes die Kohlenzüge, bespannt mit 215 und nachgeschoben von 260, zeitweise wurden auch 211/212 in Doppeltraktion eingesetzt. Die teilweise Überführung des Kraftwerkes in die Kaltreserve führte ab 1996 zur Einschränkung der Kohlelieferungen, die dann endgültig im Dezember 1998 endeten.
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Die Hafenbahn als Lokomotiv-Stützpunkt

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Quellen:

Fränkische Nebenbahnen - Mittel-und Unterfranken, Bufe-Fachbuchverlag, 1987
Nebenbahnen in Unterfranken, Eisenbahn-Fachbuch-Verlag Michael Resch, 2003
Leben in Leider - Portrait eines Stadtteils, Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, 1995
www.bayernhafen.de
www.nbe-rail.com
www.lokservice24.de
Gleispläne von 1924 und 1932, Archiv der Eisenbahnfreunde Kahlgrund
Deutsche Bahnbetriebswerke, GeraNova-Verlaga