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Hier können Sie in nächster Zeit den Bau einer neuen Anlage Schritt für Schritt 
verfolgen...

Sie finden hier also (für längere Zeit) keinen fertigen Beitrag, ich möchte einmal den Versuch wagen, die Entstehungsgeschichte einer Modellbahnanlage miterlebbar zu machen.
Bernhard Walter

 

Die Vorgeschichte

Vielleicht kennen Sie das auch, eines Tages kommt Ihre Tochter (ja das gibt es) oder Ihr Sohn mit dem Wunsch nach einer eigenen Eisenbahn (damit der Papa nicht immer dreinredet und aufpasst beim Spielen mit seiner Bahn). Hocherfreut eilen Sie sobald wie möglich zu Ihrem Modellbahngeschäft, erwerben ein Startset und zum nächsten Geburtstag oder zu Weihnachten wird das Geschenk präsentiert. In meinem Fall war es ein Startset mit Fleischmanns damals noch recht neuem "Magic Train", also Spur 0e. Für einige Jahre war die Bahn ein mal mehr mal weniger genutztes Spielzeug meiner Tochter, ab und an ergänzt durch weiteres Zubehör. Doch dann kam das, was wir auch von uns selbst kennen, die jugendliche Sturm- und Drangphase, Ausbildung, ... Die Spielbahn wanderte in Vaters Sammlung und bei jedem Auf- und Umräumen kam der Gedanke "da müsste man doch mal was draus machen".

Viele Motive geisterten im Kopf herum, Favorit war eine zeitlang ein Bergwerk, aber als Grubenloks waren die vorhandenen Maschinen nicht geeignet. Nach einem Besuch des westfälischen Ziegeleimuseums rückte dieses Motiv als Favorit vor, doch auf dem verfügbaren Platz ließ sich dies nicht glaubwürdig umsetzen. Bei einem Messebesuch bewunderte ich die Anlage der EisenbWalterskoogHP 6ahnfreunde Coburg, eine fiktive Schmalspurbahn an der Nordseeküste, noch dazu in Spur 0e. Das war sie nun, die Initialzündung, dazu kamen noch Urlaubserinnerungen an Dagebüll, dort fahren die Züge der NEG (oder früher NVAG) durch ein Deichschart auf die Mole um den Fahrgästen den direkten Übergang auf die Fähren zu den Inseln Föhr und Amrum zu ermöglichen. Kenner des Vorbildes werden jetzt sicher einwenden, daß die Strecke zwischen Niebüll und Dagebüll eine Normalspur- und keine schmalspurbahn ist. Das ist richtig oder auch wieder nicht: Nach Erteilung der Konzession für die "Kleinbahn Niebüll - Dagebüll" im Jahre 1895 wurde die Strecke zunächst als Schmalspurbahn mit 1000 mm Spurweite eröffnet. Um die Überführung von Kurswagen oder auch Saisonzügen zum Fähranleger auf der Mole von Dagebüll zu ermöglichen wurde die Strecke 1926 auf Normalspur umgebaut. Heute ist Strecke eine der letzten auf der noch Kurswagen verkehren, diese werden im Bahnhof Niebüll von und zu den IC nach Westerland / Sylt an die NEG übergeben.ÂÂ
Nun war es aber auch nicht das Ziel, genau nach dem Vorbild zu bauen, vielmehr wollte ich mir, angelehnt an ein Vorbildmotiv, viel Freiheit lassen bei der Anlagengestaltung und der Auswahl des Fuhrparks, damit folgte der nächste Schritt ...