Der Neubau des Bahnhofs Schöllkrippen ist nun von der Werkstatt in den Anlagenraum gewandert. Dargestellt ist die Zeit um 1960, eine Zeit des Wechsels vom Dampflokbetrieb zu Dieseltriebwagen. Auch der Güterverkehr auf der Schiene hatte noch große Bedeutung für den Kahlgrund. Langwierige Recherchen waren vor dem Bau nötig, das Bahnhofsgebäude, der alte Lokschuppen, die Waggondrehscheibe und die Baywa-Lagerhäuser gibt es nicht mehr, Pläne existieren kaum noch und die Bilddokumente sind sehr rar. Nun sind die meisten Gebäude gebaut, aber im Umfeld steckt noch viel Arbeit. Ein weiterer Grund für die lange Bauzeit liegt in der aufwändigen Elektrik und Elektronik, die Anlage kann wechselweise sowohl im Analog- als auch im Digitalbetrieb betrieben werden.

Anforderungen:
Auf unserer Kahlgrundbahn-Modulanlage soll wahlweise analog oder digital gefahren werden, wobei ein vorbildmäßiger Betrieb (ähnlich wie beim FREMO) stattfinden soll.

Problematik:
Vorhandene Lösungen können entweder nicht analog fahren und/oder man muß seinen Handregler von Modul zu Modul umstecken.

Lösung:
Die zentrale Verwaltung der Fahrzeuginformationen und die Ansteuerung der Fahrgeräte erfolgt ähnlich wie beim Projekt "Bahnhof Schöllkrippen" (s. "Anlagen - Kahlgrundbahn") durch den Einplatinencomputer Raspberry Pi. Dieser kommuniziert über USB mit dem angeschlossenen Fahrgerät.
Dort generiert ein Microcontroller wahlweise ein DCC-Signal für den Digitalbetrieb oder ein PWM-Signal für den Analogbertrieb, welches über eine Leistungselektronik dann die Fahrspannung erzeugt.

Eigenschaften:

Sollte ein Smartphone ohne NFC-Funktionalität zum Einsatz kommen, kann das Triebfahrzeug immer noch aus einer Liste ausgewählt werden. Sollte es zu einem Konflikt zwischen per Liste ausgewähltem und per Karte ausgewähltem Fahrzeug kommen, erhält der Benutzer mit der Karte sofort die volle Kontrolle über das Fahrzeug, das dem anderen Benutzer entzogen wird.
Alternativ ist auch ein Betrieb möglich, bei dem nur die Bahnhöfe besetzt sind. Dabei ist es möglich Triebfahrzeuge weiterzureichen. Wenn eine fahrende Lok freigegeben wird, wird sie den anderen Teilnehmern mittels Benachrichtigung und Signalton als "zur Übernahme freigegeben" gekennzeichnet. Das Fahrzeug kann dann innerhalb einer geschwindigkeitsabhängigen Frist von einem anderen Benutzer übernommen werden, während der sie mit der zuletzt eingestellten Geschwindigkeit weiterfährt. Läuft die Frist ohne Übernahme ab, wird das Fahrzeug von der Steuerung zur Sicherheit angehalten.
Diese beiden Eigenschaften sind zwar in der App enthalten, werden aber derzeit nicht benutzt. Mittelfristig wird bei Smartphones ohne
NFC-Funktionalität ein Fahrzeug durch den Fahrdienstleiter über das Fahrdienstleiter-Tablet zugewiesen.

Die Bedienung im Analogbetrieb unterscheidet sich fundamental vom Digitalbetrieb. Es werden keine einzelnen Triebfahrzeuge verwaltet, sondern es gibt nur zwei Smartphones als Regler, von denen einer den Bahnhof Schöllkrippen und der andere den Rest der gesamten Kahlgundbahn bedient.
Allerdings können im Bahnhof Schöllkrippen die Gleise 1 und 2 auf den Streckenregler geschaltet werden, sodaß das Einfahren mit einem Zug auf dem Streckenregler in den Bahnhof und das Umsetzen (wenn erforderlich) ohne Reglerumschaltung emöglicht ist.

Insgesamt werden, egal ob Analog- oder Digitalbetrieb, immer die Informationen zu digitalen Lokomotiven bzw. analogen Spannungsquellen für alle Benutzer aktuell gehalten. Jedes Mal, wenn ein Triebfahrzeug oder Spannungsquelle übernommen wird, sieht sie der Benutzer in dem Zustand, in dem sie der vorherige Nutzer abgegeben hat.

Zwischenlösung:

Das Problem "Alzenau" steht immer noch an und vmtl. auch noch länger. Weiterhín werden alle Weichen der Anlage außer Schöllkrippen über die Fahrspannung angesteuert.

Zukunftspläne:

Die APP hat bereits Gleisbildstellwerksfunktion für alle Bahnhöfe außer Schöllkrippen. Diese steckt im Fahrdienstleister-Tablet unter Menüpunkt "FDL" und im Rangier-Modus der Smartphones CAN-Bus-Lösungen wollen wir nur als letzte Möglichkeit nutzen, da zusätzliche Verdrahtung nötig.

Wir experimentieren z.Zt. mit WLAN als Rückmeldemedium. Sobald dies zur Zufriedenheit funktioniert, werden wir auch alles andere darüber steuern, nicht nur die Weichen.

Als 2013 die Bauarbeiten an der Neubaustrecke begannen, schien das Ende der alten Bergstrecke noch in weiter Ferne zu liegen. So kamen nun bei den unwiderruflich letzten Fahrten die Rampe hinauf und herunter recht wehmütige Gefühle auf, unser Verein beschäftigt sich seit der Gründung mit der Geschichte dieser Strecke und viele von uns haben über die Jahre unzählige Stunden zum fotografieren dort verbracht.
Zum Glück sind sich die Gemeinden Laufach und Heigenbrücken ihrer Eisenbahngeschichte bewußt und so entsteht bis 2018 ein Kulturwanderweg zwischen den beiden Orten. Die Tunnelportale und das Bahnhofsgebäude von Heigenbrücken gehen auf die Gemeinden über und zusammen mit weiteren markanten Punkten entlang des Kulturwanderweges werden sie die Erinnerung an die legendäre Spessartrampe wachhalten. Eine schöne und hochinteressante Aufgabe für unseren Verein ist das Einbringen unserer Kenntnisse zur Eisenbahnhistorie in die Arbeitskreise zur Planung des Kulturwanderweges.
Diesem hohen Engagement der beiden Gemeinden ist auch der Abschiedstag an Himmelfahrt zu verdanken, die Museumseisenbahn Hanau und DB Cargo wurden mit ins Boot geholt. In Laufach fand ein großes Bahnhofsfest mit mehr als 6000 Besuchern statt, in der Fahrzeugschau wurden von DB Cargo und Westfrankenbahn die Baureihen 140, 150, 194, 218 und Gravita ausgestellt. Der Höhepunkt waren jedoch die Rampenfahrten mit dem Museumszug aus Hanau zwischen Aschaffenburg und Heigenbrücken, wechselweise bespannt mit der Gastlok 5519 (BR 42) aus Luxenburg und der vereinseigenen 50 3552. Im Vorverkauf waren binnen weniger Minuten die Fahrkarten der drei geplanten Fahrten weg, auch eine daraufhin beantragte 4. Trasse und die Verlängerung des Zuges bis zur maximalen Bahnsteiglänge in Heigenbrücken konten die Nachfrage nicht vollständig befriedigen. Zwischendurch verkehrte der Foto-Güterzug von DB Cargo mit 140 und, als Schublok, 194. Gegen Abend wurde sogar noch ein regulärer Kesselwagenzug von der 194 über den Berg geholfen. Als wäre das alles noch nicht genug, verkehrte ein weiterer Sonderzug der Historischen Eisenbahn Frankfurt mit 01 118, geschoben von der 194, zweimal an diesem Tag von Frankfurt nach Lohr und zurück. Welchen Bekanntheitsgrad diese Rampenstrecke besitzt, zeigte sich auch an den Scharen von Fotografen, die den ganzen Tag über jeden nur möglichen Fotostandpunkt zwischen Laufach und Heigenbrücken besetzten.
Es war ein unvergesslicher Tag, sowie ein der bahnhistorischen und technikgeschichtlichen Bedeutung dieser Strecke gerecht werdender Abschied. Man muß allen Beteiligten herzlich dankbar sein für diesen Tag.
In unserem Vereinsheim kann auch weiterhin der Rampenbetrieb im Maßstab 1:87 auf unserer Anlage "Spessartrampe" nachempfunden werden, und versprochen: wir werden keinen neuen Tunnel bohren.
sehr viele Bäume stehen wie im Original auf dem Schwarzkopf, der sich über unserer Anlage "Spessartrampe" bis zu einer Höhe von ca. 2,20 m erhebt. Diese Bäume, teilweise aus Naturmaterial, teilweise aus Kunststoff, stammten noch aus der Anfangszeit der Anlage und waren im Lauf der Jahre vergraut und brüchig geworden, so kam der Wunsch nach einer Neubepflanzung auf. Kurzentschlossen schritten wir zur Tat und entfernten mit einem Kahlschlag den gesamten alten Bewuchs. Die neuen Bäume sollten auch eindeutig als Buchen erkennbar sein um den typischen Spessartwald darzustellen. Auf der Suche nach realistischen Modellbuchen kamen wir auf Manfred Grünigs Modellbaum Manufaktur. Nun haben aber dessen Bäume, angesichts der aufwendigen Handarbeit, ihren verständlichen Preis und für den benötigten ganzen Wald hätte dies unseren finanziellen Rahmen völlig gesprengt. Glücklicherweise konnten wir Manfred Grünig für ein Baumbauseminar bei uns gewinnen. Es war beeindruckend, aus welchen doch recht einfachen Ausgangsmaterialien derart realistische Modellbäume entstehen. An einem Samstag hatte jeder der 10 Teilnehmer 2 Baumrohlinge und 2 fertige Bäume, je eine Birke und eine Buche gefertigt. Wir waren alle derart begeistert, daß wir für nächstes Jahr gleich das nächste Seminar, dann zum Thema Nadelbäume, verabredet haben. Nun trennen uns vom gewünschten Wald nur noch viele, aber befriedigende Bastelstunden. Neben fertigen Bäumen kann man bei der Modellbaum Manufaktur auch das Baumaterial erwerben. Zur Zeit werden noch der Waldboden und die Schneisen der Stromleitungen neu gestaltet.
Wer mehr über die Modellbaum Manufaktur erfahren will: www.modellbaum-manufaktur.de

 

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